Der Besuch
Die drei Besucher zeigten nicht ihre Gesichter, aber ein ganz spezielles Feingefühl für subtile historische Symbolik. In der Nacht des 9. Novembers begrüßten mich zersplitterte Scheiben und rechte Schmierereien. Die Nachbarschaft war verwirrt. Sowas spannendes ist hier seit Jahren nicht passiert.
Verängstigt waren vor allem meine neuen albanischen Nachhbarn, die so gut wie kein Deutsch können und dachten, dass der Anschlag ihnen galt.
@DDReudnitz Martin Meißner heute mit blauer Jacke und Fahrrad auf dem weg in die Stadt!
— NPD Leipzig (@NPD_Leipzig) 12. Oktober 2015
Das ich nicht nur Fans habe, ist mir schon länger bekannt. Neben den üblichen Mosereien in den Kommentaren von LVZ-Online, gab es auch eine heftige Mail an meinen Arbeitgeber.Impressumspflicht is a Bitch. Der Rechtsstaat ist weniger geil, wenn sich nur eine Seite daran hält.
Eine Bewegung, die sich von mir bedroht fühlt, kann ja nichts taugen.
— Martin (@DDReudnitz) 10. November 2015
Was mich zum Ziel von rechten Angriffen macht, ist zeitgleich das beste Mittel gegen diese Arschlöcher. Mein Netzwerk erlaubt es mir, mich so gut es geht zur Wehr zu setzen. Andere haben diese Möglichkeiten leider nicht. Mir wurden mehr Zimmer angeboten, als AirBnB auf Lager hat, und mit den ganzen Solidaritätsbekundungen könnte ich alle diese Zimmer tapezieren. Danke dafür.![]() |
| Mad Probs gehen an die LWB. Es wurde nicht nur nachgefragt wie es uns geht, sondern auch sofort gehandelt. |
Vielleicht hab ich die Hälfte schon wieder vergessen. Bin ein bisschen durch den Wind und das Telefon steht nie still. Lest euch am besten die Artikel bei LVZ-Online und der L-IZ durch.
Ach ja, wenn Ihr was gesehen habt: gebt bescheid. Ich glaube zwar nicht daran, dass die Arschlöcher erwischt werden, falls doch, verstoßen sie sicherlich gegen irgendwelche Bewährungsauflagen. Dann tut es wenigstens weh.








